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silence
Anmeldedatum: 10.07.2008 Beiträge: 1 Wohnort: Waren
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Verfasst am: 10.07.2008, 21:39 Titel: Baufinanzierung mit Lebensversicherung |
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Hi...
Was haltet Ihr von einer Hausfinanzierung mit einer Lebensversicherung? Scheint vorteilhaft zu sein.
cu,
Silence |
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martinkraft
Anmeldedatum: 22.06.2008 Beiträge: 7
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Verfasst am: 11.07.2008, 20:17 Titel: |
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Hallo Silence,
das Thema kommt in diesem Forum immer wieder vor. Schau Dir mal die Beiträge unter "Versprochen, aber nicht gehalten" an. Die Tilgungsaussetzung über Lebensversicherung bringt letzendlich nur dem Vermittler etwas. Dazu muss man wissen, das Banken an Hypothekendarlehen und auch Vermittler an der Vermittlung solcher nicht viel Geld verdienen. Eine LV bei der Baufinanzierung ist aber regelmäßig eine sog. Großversicherung - ab 80.000 Euro oder mehr - und die bringen dem Vermittler (also auch der Bank, denn diese hat ja keine eigene Versicherungsgesellschaft) bei ca. 3,8 - 4,2% Provision schon mal locker 3.000-3.500 € Provision (bei nur 80.000).
Diese sogenannten Berater rechnen dann vor, dass die Versicherung nach 25 oder 30 Jahren dann mindestens soviel Geld bringt, dass das Darlehen in einer Summe bezahlt werden kann....und genau das ist gelogen, denn diese Berechnung ist ein "Schönrechnen" mit noch völlig unbekannten Überschußanteilen (diese sind nie Garantiert). Also Finger weg davon.
Entweder Annuitätendarlehen, also direkt beim Darlehensgeber mit 1 od. 2% tilgen oder Ansparen eines konservativen Aktienfonds, am besten ein Garantiefond, denn eines ist dort 100% sicher - Dein eingezahltes Kapital kann nicht verloren gehen.
Am besten aber unabhängigen Finanzexperten fragen und zur Bank mitnehmen. Ich kenne da eine kostenfreie Telefonhotline 0800/634 07 71 oder www.lv-check.com
Schönes Wo'ende an alle
Martin |
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Admin Site Admin
Anmeldedatum: 15.04.2008 Beiträge: 9
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Verfasst am: 08.09.2008, 21:09 Titel: |
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Liebe Forumgemeinde,
zu dem Thema Baufinanzierung mit Lebensversicherungen hier ein, wenn auch etwas älterer Artikel, aus dem Hamburger Abendblatt:
Hamburger Abendblatt: Baufinanzierung-Risiko bei Lebensversicherungen
HAMBURG -
Die Finanzierung des Baukredits über eine Kapitallebensversicherung ist deutlich teurer als ein klassisches Hypothekendarlehen. Bauherren müssten beispielsweise bei einer 150 000-Euro-Finanzierung mit Mehrkosten von 15 000 Euro rechnen, so die Ing-Diba Bank.
Während beim klassischen Hypothekendarlehen mit jeder Rate neben den aufgelaufenen Zinskosten ein Teil des Kredits getilgt werde, würden Kunden bei der Finanzierung mit der Kapitallebensversicherung ein tilgungsfreies oder Festgelddarlehen abschließen. Als Tilgungsersatz wird mit meist monatlichen Prämien die Lebensversicherung angespart. Das Problem für die Kunden besteht laut Ing-Diba darin, dass selbst der Versicherer nicht weiß, welches Kapital am Ende der Laufzeit bereitsteht.
Die Höhe des Guthabens hänge nicht nur vom Sparanteil der Prämie ab, sondern auch von den Überschüssen. Veranschlage die Versicherung bei Vertragsbeginn Überschüsse, die nicht erwirtschaftet werden könnten, reiche das Endkapital nicht mehr zur vollen Darlehenstilgung aus.
Das Modell der Finanzierung über eine Lebensversicherung rechnet sich nach Ansicht der Experten nur, wenn die Rendite nach Steuern dauerhaft höher als der Effektivzins des Darlehens ist. Solche Ergebnisse seien aber kaum auf Dauer zu erzielen.
AP
erschienen am 24. März 2007
http://www.abendblatt.de/daten/2007/03/24/712711.html
An dieser Stelle einmal vielen Dank für Eure tollen Beiträge.
Euer admin |
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rene
Anmeldedatum: 05.10.2008 Beiträge: 3 Wohnort: Wiesbaden
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Verfasst am: 23.11.2008, 13:54 Titel: Drastische Finanzierungslücken drohen |
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Hallo liebe Forumuser,
zu diesem Thema kann ich aus eigener Erfahrung nur folgendes sagen:
Wer sein Immobiliendarlehen als sog. “tilgungsfreien” Kredit abgeschlossen hat und die Tilgung am Ende der Laufzeit mit der parallel angesparten Lebensversicherung vornehmen wollte, muss sich auf erhebliche Finanzierungslücken einstellen. Denn das Konzept geht nur auf, wenn die prognostizierte Ablaufleistung aus der Versicherung zur Rückzahlung der Schulden ausreicht. Das aber ist wegen der gegenwärtigen - und voraussichtlich auch künftigen - Kürzungen der Überschussbeteiligungen mehr als fraglich.
Ohnehin ist die Finanzierung “tilgungsfreier Kredit” kombiniert mit “Kapital-Lebensversicherung” eine teure Sache. Bei den Rechenbeispielen, in denen das Modell gut abschneidet, werden die Kosten des “Sparvertrags” Lebensversicherung nämlich nicht offen gelegt und berücksichtigt! Würde man die Sparraten für die Lebensversicherung monatlich zur Kredittilgung einsetzen, wäre der viel schneller abbezahlt.
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BAFin) hat angeregt, dass die Versicherer ihre Kunden über die Auswirkungen der Ertragseinbrüche informieren. Doch auch, wer das Ausmaß der Deckungslücke bis jetzt nur erahnen kann, sollte - wenn möglich - jetzt schon zusätzlich sparen, damit jedenfalls ein größerer Teil des Restkredits getilgt werden kann. Finanzierungsmodelle, die einem jetzt von Versicherungsunternehmen oder anderen Baufinanzierungsvermittlern vorgelegt werden sollten genauestens geprüft. werden.
Fragt man sich warum solche Kombinationen überhaupt angeboten werden ist die Antwort klar: An einer Baufinanzierung lassen sich keine großen Provisionen verdienen, wohl aber mit der kombinierten Lebensversicherung oder - genau so schlimm - Bausparvertrag.
Wünsche allen noch einen schönen Sonntag
René |
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