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marion
Anmeldedatum: 15.07.2008 Beiträge: 1 Wohnort: Würzburg
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Verfasst am: 15.07.2008, 10:11 Titel: Warum gilt Bausparen eigentlich als solide, rentabel, sicher |
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Möchte mich hier auch einmal zu Worte melden zu diesem Thema, denn meine Erfahrungen zeigen, dass Bausparen sehr teuer und in jedem Fall unrentabel und oft unsicher ist. Dazu agieren manche Bausoparkassen hart an der Grenzu zu Anstand und Moral.
1999 hatte ich eine Eigentumswohnung gekauft. Ich hatte ein gutes Einkommen aber kaum eigenkapital. "Kein Problem" meinte der damalige Berater vom BHW. Ich nahm seinerzeit 156.000 Euro auf. Nun konnte aber die Bausparkasse keine Vollfinanzierung darstellen, ich brauchte also eine Bank. Das BHW bediente sich damals der Sparda Bank. Mir wurde aber kein Bankdarlehen mit Zins u. Tilgung plus ein Bausparvertrag verkauft, sondern ich bekam gleich2 Bausparverträge und meine Finanzierung sah so aus:
Darlehen Sparda (ohne Tilgung) 124.000 Euro mtl. 608 Euro
Vorausdarlehen BHW 31.000 Euro mtl. 171 Euro
Bausparvertrag 1 (Sparda) Bausparsumme 125 TEU mtl. 125 Euro
Bausparvertrag 2 Bausparsumme 31 TEU mtl. 66 Euro
Ich hatte also eine Gesamtbelastung von 970 Euro monatl.
Das fatale an dieser Konstruktion (wie ich heute weiß) ist, dass ich mit 125 Euro monatl. fast 30 Jahre gebraucht hätte um den großen Bausparvertrag anzusparen. Solange werden die vollen Zinsen an die Sparda fällig. Auf mein eigenes Guthaben gab es gerade mal 2% Zinsen. Ein gutes Geschäft, allerdings nicht für mich, sondern für die Bank. Ich habe mir dann professionelle Hilfe von einem freien Berater der FoxTeam GmbH geholt.
Auf Nachfragen erklärte das BHW "Das ist ganz normal so. Nach 10 Jahren wird eine Teilbausparsumme gebildet und der Rest wird neu festgeschrieben. Jetzt hat mein Berater einmal nachgerechnet. 10 Jahre mit 125 Euro mtl. ergeben ein Guthaben von etwas über 15000 Euro (die Habenzinsen stehen dabie gegen die Abschlussgebühr). Dafür gibt es aber maximal eine Teilbausparsumme von 40.000 Euro, d.h. mir werden 85 TEU (mehr als 2/3 der Ursprungssumme) wieder 10 Jahre verlängert. Damit steigt aber die Belastung aus dem Teilbetrag immens an, weil nun auch sehr hoch getilgt werden muss. Außerdem war zum damaligen Zeitpunkt der Zinsatz der Bank für 2009 völlig ungewiss. Zu 2/3 hätte ich also trotz zweier Bausparverträge noch voll im Risiko gestanden. Und der kleinere Bausparvertrag hätte noch weit länger als 10 Jahre gebraucht um angespart zu sein. Mehr Details will ich hier garnicht ausbreiten, aber diese Konstruktion wurde auf Rückfrage meines Beraters selbst von der Sparda Bank in Frage gestellt und man bot bot mir an"..dieses Darlehen jederzeit und ohne weitere Kosten abzulösen!" Jetzt wurde auch mir klar, dass etwas gehörig faul war. Keine Bank verzichtet freiwillig auf über vier Jahre Zinsen (immerhin damals 5,99% eff.). Ich habe mit Hilfe der Profis von FoxTeam
für 3,66% umgeschuldet. Nun kann ich mit 2% Tilgen und weiß dass ich bis zur Rente alles abgezahlt habe.
Nur das BHW stellt sich bei dem kleinem Bausparvertrag weiter Quer und meint sogar: "Das ist ein unkündbares Konstant-Darlehen, die Raten bleiben auch nach Zuteilung gleich" Mittlerweile weiss ich aber, das ich nach Ablauf von 10 Jahren (also im nächsten Jahr) kündigen kann (steht sogar imBGB § 489)
Ich hab das mal so ausführlich geschrieben, weil ich es schlimm finde, dass solche Konstruktionen offensichtlich im großen Stil tausenden von Kunden vermittelt werden, die jahrelang nur zahlen und kein Ende sehen. Und ich glaube nicht, das das BHW die berühmte Ausnahme ist.
Vielleicht hat ja jemand ähnliche Erfahrungen. Ich Danke jedenfalls meinem Berater, dass er mir aus dieser Bausparfalle geholfen hat.
Gruss Marion |
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DerBänker
Anmeldedatum: 09.07.2008 Beiträge: 2 Wohnort: Berlin
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Verfasst am: 17.07.2008, 18:56 Titel: Ich bezeichne Bausparen als Schneeballsystem |
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Hallo Marion,
klasse Beitrag und Respekt dem Berater, der Dich da rausgeholt hat. Schon seit mehr als 20 Jahren bin ich mit vielen anderen Experten der Meinung, das Bausparkassen für niemanden von nutzen sind, außer für Bausprkassen. Die haben für mich keine "Exzistenberechtigung" und es ist nichts anderes als ein Schnellballsystem - und die sind eigentlich in Deutschland verboten. Der Grundgedanke des Bausparens, nämlich: Einer für alle, alle für einen ist in der Realität pures Wunschdenken. Bausparkassen müssen Geld verdienen und das tun sie, indem sie wenig zahlen und mehr verlangen. Die pure Mathematik verhindert aber, dass dieses Modell einer kritischen Betrachtung standhält. Wenn sich schon die erzkonservative FINANZTEST zu o.g. Stellungnahme hinreißen lässt, heißt das nichts Gutes für den Normalverdiener (und wer kann sich 15% Annuität schon leisten?). Fakt ist, dass die Bausparkassen gerade finanzschwaches Klientel finanziert und dies unter Zuhilfenahme der angeschlossenen (Konzern-)Banken. Diese Kunden, so wie auch Marion, haben immer erzählt bekommen, dass Bausparen "billig" sei. Bausparen ist nicht billig, sondern erfordert im Gegenteil einen sehr hohen monatlichen Aufwand. Mit "billig" lockt nur der Zinssatz (aus heutiger Sicht). Marion hatte beispielsweise einen Darlehenszins von 5,36% in 1999 abgeschlossen (damals günstig), den würde sie heute gar nicht abnehmen. Selbst die FINANZTEST Dez 2005 stellt fest:"(Bausparen)....können sich nur Bauherren mit sehr viel Eigenkapital und Einkommen leisten". Und die wenigsten sind in der Lage solche Finanzierungen einmal nachzurechnen. Es gibt aber Spezialisten die können das. Kontakt gibt es bei mir.
Gruss DerBänker |
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WeFa
Anmeldedatum: 20.06.2008 Beiträge: 4 Wohnort: Hamburg
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Verfasst am: 09.08.2008, 22:43 Titel: |
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Hallo Forum,
meine Erfahrung bei Bauspparkassen Finanzierungenist...Der Einbau eines Bausparvertrages verteuert jede Finanzierung. Der einzige Grund, warum es Baufinanzierungen gibt, die komplett über Bausparverträge gestaltet werden, ist der, dass die Bausparkasse lieberaler mit ihren Bonitäts-prüfungen umgeht. Wenn die Bank ablehnt (und das geschieht immer aus gutem Grund), ist das für den gewitzten Bausparkassenvertreter noch lange kein Grund, einer Familie, die sich eigentlich kein Haus leisten kann, eine Finanzierung zu "basteln", die grundsätzlich erstmal bewilligt wird. Jedoch funktioniert sie in den seltensten Fällen. So existieren in Deutschland Millionen tickende Zeitbomben, die jederzeit hochgehen können.
Soviel von mir zu diesem Thema.
Gruss an Alle |
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martinkraft
Anmeldedatum: 22.06.2008 Beiträge: 7
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Verfasst am: 09.08.2008, 23:03 Titel: |
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Hallo WeFa,
..zur Ergänzung...Der Kniff ist ein ganz einfacher: Bei Finanzierungen mit Hilfe von Bausparverträgen ist es gängige Praxis, das die sich Geld von den hauseigenen Hypothekenbanken zu besorgen und paralell Bausparverträge in gleicher Summe abzuschließen. Diese sollen das Bankdarlehen später ablösen. Damit das funktioniert, muss je nach Bauspartarif ein Guthaben in Höhe von meist 40%-50% der Bausparsumme angespart werden, bis das Bankdarlehen zur Ablösung fällig wird. Verständlicherweise müssten die Sparraten recht hoch sein, damit man das schafft. Die Bausparkasse setzt jedoch gern, um eine geringere monatliche Rate darzustellen, einen geringeren Sparbetrag an, oft den Mindestsparbetrag. Dem Kunden wird-wenn überhaupt- nur gesagt, man könne auch zwischendurch mal Geld "zuschießen", um das auszugleichen. Nur, wer tut das denn, wenn er sowieso viel zu wenig verdient und sich die Finanzierung eigentlich nicht leisten kann. Realitätsverweigerung ist die Folge und das dicke Ende kommt dann zum Schluss.
Ich hab mal beim Deutschen Institut f. Wirtschaftlichkeitsprüfung und Vermögensanalyse nachgefragt. Die Bewertung war erschreckend. Es gibt quasi keine Bausparfinanzierung, die richtig berechnet, also mit allen Komponenten wie Abschlussgebühr (1 -1,6%) etc., weniger als 13% effektiv kostet, aber auch 20% sind keine Seltenheit. Also jede Bankfinanzierung unter 13% ist billiger !!! Das muss man sich mal vorstellen. Wer so eine Finanzierung hat sollte sich die mal nachrechnen lassen. e-mail: diwva@foxteam.de .....kost' nix
bis bald Martin |
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MarWi
Anmeldedatum: 12.10.2008 Beiträge: 2 Wohnort: Düsseldorf
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Verfasst am: 12.10.2008, 18:34 Titel: |
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Hallo zusammen,
ich bin neu hier in Forum und möchte mich gerne kurz vorstell. Ich bin MarWi, mit richtigem Namen Maren und verfolge dieses Forum schon seit einiger Zeit. Gerade in der jetzigen Finanzmarktsituation ist es unbedingt erforderlich gut informiert zu sein. Was das Thema Bausparkassen angelangt stelle ich bei meiner Familie und meinen Bekannten gerade jetzt in Gesprächen wieder fest...die Bausparkassen profitieren vom typisch deutschen"Angstsparen". Bausparen(kredit) ist aber auch nicht sicher: Sicher ist nur, dass man einen gewissen Zinssatz erhält, falls man irgendwann die Bewertungszahl erreicht. Nicht sicher ist, dass der Zinssatz dasnn noch günstig ist. Die Bewertungszahl hängt nämlich auch vom allgemeinen Sparverhalten ab. Und wenn die Sparrate der Bausparer nicht ausreicht kann die BSK die Zuteilung fast beliebig hinauszögern. So bei meinen Eltern, Sie mußten fast 9 Monate warten, obwohl das Mindestguthaben angespart war. Die Zwischenfinanzierung war dann sehr teuer und hat mehrere tausend Euro gekostet.
Schönen Sonntagabend
Maren |
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